Spitex-Lernende rufen neues «Skills Lab» ins Leben

«Übung macht den Meister» – Im Rahmen der Talentförderung der Organisation üben sich Lernende der Spitex Zürich Limmat AG als Projektmitarbeitende. Gleichzeitig schaffen sie mit dem «Skills Lab» einen Übungsraum in der Stadt Zürich, in dem andere Lernende und Mitarbeitende zukünftig ihre fachlichen Fertigkeiten berufsübergreifend vertiefen können.

Das Projekt steht noch ganz am Anfang. Lukas Loosli, Fachmann Gesundheit EFZ im 2. Lehrjahr, füllt als Projektleiter derzeit gemeinsam mit seiner Berufsbildnerin den Projektantrag aus. Er sowie vier weitere Lernende wurden dafür ausgewählt, einen Übungsraum zu schaffen, in dem Lernende das in der Theorie erworbene Wissen praktisch anwenden können. Dieses «Skills Lab» bietet Utensilien wie Injektionsarme, Pflegebetten oder Patientendummies. Zudem wird es mittels Videoanalysen die Reflexion pflegerischer Handlungen unterstützen.

Vom Projekt profitieren alle

Immer wieder kam bei Berufsbildenden und Lernenden der Bedarf nach einem solchen Übungsraum auf. Nun können die fünf Lernenden ihren eigenen Praxisraum planen, gestalten und ausstatten. «Mir gefällt besonders, dass wir mit dem Projekt ein Defizit konkret angehen», sagt Lukas Loosli. Er ist sicher, dass das «Skills Lab» zukünftigen Lernenden helfen wird, ihre Kompetenzen zu vertiefen. Auch Stefanie Lang, Lernende Fachfrau Gesundheit EFZ im 1. Lehrjahr, betont den Nutzen des Projektes im Rahmen der Talentförderung an der Spitex Zürich Limmat AG. Ihre Aufgaben sind die Stakeholder-Analyse, die Vorlage des Zeitplans und die Kommunikation. «Für meine persönliche Entwicklung ist es eine grosse Bereicherung», sagt sie. Die Auszubildenden lernen mit Zeitmanagement, Sozialkompetenz, Selbstständigkeit, Teamwork oder organisatorischen Kompetenzen Fähigkeiten fürs Leben. Stefanie ist stolz, beim Projekt mitwirken zu dürfen, und freut sich auf das Resultat. Als Lernender die Chance zu haben, das Projekt mitzugestalten, sei eindrücklich, so Lukas Loosli: «Ich fühle mich geehrt.»

Die COVID-19-Pandemie verzögerte den Projektstart zwar und sorgt für Planänderungen wie etwa digitale Meetings anstelle von physischen Treffen. Dennoch funktioniert die Zusammenarbeit der fünf Lernenden aus allen drei Lehrjahren gut. «Sie zeichnen sich besonders durch hohes Organisationsgeschick und Kreativität sowie eine ordentliche Portion Mut und Neugierde aus», sagt Kerstin Schmölzer, Bildungsverantwortliche bei der Spitex Zürich Limmat AG. In Absprache mit der Geschäftsleitung koordiniert und realisiert sie Innovationen im Bereich Bildung. «Individuelle Förderung der Lernenden ist in jedem Fall ein gutes Investment in die Zukunft», sagt sie. «Im besten Fall werden unsere Lernenden in ihrer beruflichen Laufbahn zu Mitarbeitenden, die der Ausbildung einen hohen Stellenwert beimessen, da sie das selbst so erfahren haben.» Diese Ressourcen sollen bereits in der Grundbildung erkannt und ab Lehrbeginn gefördert werden. «So versuchen wir in der Lehre einen Grundstein für kompetente Pflegende der Zukunft zu legen.»

Aktuell stehen die Lernenden vor der zweiten Projektschulung, bevor die konkrete Umsetzung folgt. Lukas Loosli freut sich besonders auf die späteren Phasen. Er weiss: «Wir haben noch viel vor uns.»

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