Post-Filiale in jungen Händen

Während der Ausbildung Verantwortung übernehmen und sogar Führungserfahrung sammeln: Das gehört in der Lernendenfiliale der Post am Standort Zürich-Enge zum Alltagsgeschäft.

2008 entstand die erste Lernendenfiliale der Post. Mittlerweile gibt es Filialen in den Kantonen Luzern, Basel-Stadt, Zürich und St. Gallen. Das Konzept: Ein Team, das ausschliesslich aus Lernenden besteht, betreibt und führt die Filiale. Unterstützt wird es dabei von zwei Coaches vor Ort sowie durch die Regionale Bildungsverantwortliche.

«Wir unterstützen die Lernenden, indem wir ihnen viel Vertrauen schenken und sie ein ganzes Team leiten lassen», sagt Elena Hodel, Fachspezialistin Services Berufseinstieg bei der Post. «Der Vorteil ist, dass unsere junge Generation so bereits während der Grundbildung Führungserfahrungen sammeln kann. Auf dem Arbeitsmarkt sind die ausgebildeten Lernenden dadurch noch angesehener.»

Das Projekt trägt zur langfristigen Nachwuchssicherung der Post bei

Aleksa Djordjevic war der erste seines Jahrganges, der während drei Monaten die Chefrolle in der Filiale Zürich-Enge übernahm. «Ich lerne mit Druck umzugehen und Verantwortung zu übernehmen», sagt der Lernende Detailhandelsfachmann EFZ im 3. Lehrjahr. Seit zwei Jahren arbeitet der 20-Jährige in der Lernendenfiliale und er ist sich sicher: «Wir lernen mehr als in einer normalen Filiale.» Das war auch der Grund, weshalb er sich dafür beworben hat.

Im Laufe des 1. Lehrjahres können sich interessierte Lernende für die spezielle Filiale bewerben. Verhalten, Absenzen und die Semesterqualifikation sind wichtige Auswahlkriterien. Das Team in Zürich-Enge besteht aus vier Lernenden im 2. Lehrjahr und vier Lernenden im 3. Lehrjahr, von denen jeweils eine Person die Leitung übernimmt. Die Funktionen rotieren, die Aufgaben seien gleich wie jene in «normalen» Filialen, so Elena Hodel. «Unsere Kunden dürfen sich aber auf junge, motivierte Talente freuen, die durch die Ausbildung bestens geschult sind.»

Die Lernenden schätzen die Arbeit im jungen Team

Patrick Rodrigues Miranda, Lernender im 2. Lehrjahr, arbeitet seit August 2020 in der Filiale. Die Zusammenarbeit mit Jugendlichen in seinem Alter gefällt ihm besonders. Gegenseitig bringe man sich neue Tätigkeiten bei und spreche sich ab. «Kommunikation steht an erster Stelle», betont er. Die anstehenden Aufgaben werden selbstständig erledigt: Kundschaft beraten und bedienen, BackOffice oder den Verkauf beobachten und leiten. In der Filiale zeigt der 18-Jährige, was er kann, und sieht in der Talentförderung eine Chance.

Die Lernenden seien aktiv dabei und initiativ, sagt Elena Hodel. «Die meisten werden beruflich sowie persönlich selbstständiger und entwickeln ein gesundes Selbstbewusstsein.» Der aktuelle Filialleiter Aleksa Djordjevic ergänzt: «Es ist eine Herausforderung, den Erwartungen gerecht zu werden. Aber das meistern wir mittlerweile gut».

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