Finanzielle Unterstützung für Betriebe und Verbände, die ihre Talente fördern

Der Berufsbildungsfonds des Kantons Zürich hat in den Jahren 2016 – 2019 Zürcher Lehrbetriebe und Verbände, die ihre leistungsstarken Lernenden während der Lehre besonders fördern, finanziell unterstützt.
Diese Unterstützung wird für die Jahre 2021 – 2022 weitergeführt. 

In den Jahren 2021 und 2022 können Zürcher Lehrbetriebe und Verbände zu jeweils zwei Fristen per elektronischem Eingabeformular ihr Gesuch um finanzielle Unterstützung einreichen. Die Eingabefristen sind:

  • 30. April 2021
  • 1. September 2021
  • 29. April 2022
  • 2. September 2022

Finanzielle Unterstützung

Ziel der Unterstützung ist es, die zusätzliche Leistung der Betriebe und Verbände zugunsten einer attraktiven Berufsbildung zu honorieren. Damit soll das Bereitstellen von Angeboten und Förderprogrammen, die leistungsstarken Lernenden zu Gute kommen, gefördert werden. Denn die Förderung von leistungsstarken und motivierten Lernenden lohnt sich für alle.

Lehrbetriebe werden mit einer Pauschale von CHF 1000.- je Lernende / Lernender unterstützt. Bei geringem Aufwand oder bei einer Teilnehmerzahl ab sechs Lernenden reduziert sich die Pauschale auf CHF 500.- je Lernende / Lernender.

Verbände werden mit den effektiven Kosten bis zu einem Maximum von CHF 500.- je Lernende / Lernender unterstützt. Maximal kann ein Gesamtbetrag von CHF 10‘000.- bei der Teilnehmerzahl von 20 Lernenden beantragt werden. Verbände sind nur beitragsberechtigt, wenn der Verband das Förderprogramm durchführt und den Lehrbetrieben kein Aufwand entsteht.

Gesuche

Über die Gesuche befindet eine siebenköpfige Jury zusammengesetzt aus Vertreterinnen und Vertretern von Branchenverbänden, Lehrbetrieben und des Mittelschul- und Berufsbildungsamts nach Ablauf der Eingabefrist.

Die Gesuche werden beurteilt

  • gemäss den Voraussetzungen
  • im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel insbesondere aufgrund des Aufwands und der Innovation der Fördermassnahme sowie der gleichwertigen Unterstützung der Berufsfelder
  • aufgrund der Befragung der Lernenden, falls die gleiche Fördermassnahme bereits unterstützt wurde

Spätestens acht Wochen nach Eingabefrist wird der Entscheid per Brief mitgeteilt.

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Mitglieder der Jury

-       Daniela Wernli, Verantwortliche Jugendstelle, Kaufmännischer Verband Zürich

-       Diego Suter, Berufsbildung SIX Management AG

-       Paul von Euw, Leiter Kurszentrum Elektro-Bildungs-Zentrum

-       Petra Morosini, Leitung Bildung, OdA Gesundheit Zürich

-       Sabine Völlmin, Vertreterin Berufsbildungskommission des Berufsbildungsfonds Kanton Zürich

-       Silvan Muffler, Leiter Berufsbildung, Genossenschaft Migros Zürich

-       Stefan Platter, Berufsinspektor Mittelschul- und Berufsbildungsamt Kanton Zürich

 

Voraussetzungen

  1. Die Fördermassnahme ist klar auf die Talentförderung ausgerichtet. Für die Teilnahme werden Lernende nach vom Betrieb/Verband/Berufsfachschule definierten Kriterien selektioniert. Talentierte Lernende sind leistungsbereit, motiviert und haben überdurchschnittliche Fähigkeiten. Sie erbringen ausserordentliche Leistungen. Hilfsmittel zur Definition von Selektionskriterien finden Sie in der Talent Toolbox (verlinkt).
  2. Die Förderung muss während der Arbeitszeit erfolgen. Es werden Fördermassnahmen unterstützt, die die Lernenden in überobligatorischen Bereichen und zusätzlichen Leistungsausweisen / Lernfeldern fördern.
  3. Generelle Fördermassnahmen, an denen alle Lernende des Betriebes teilnehmen (müssen) oder Massnahmen, die nicht über die Vorgaben der Bildungsverordnung gehen, werden nicht unterstützt.
  4. Die Fördermassnahme erfolgt während der beruflichen Grundbildung und im Schul- bzw. Kalenderjahr der Gesuchseingabe. Für die Unterstützung der Förderung für die Teilnahme an den Swiss Skills (meist nach Abschluss der Lehre) ist die Bedingung, dass der Lehrabschluss nicht mehr als ein Jahr zurückliegt und der Gesuchsteller der aktuelle wie auch ehemalige Lehrbetrieb ist (= Swiss Skills Teilnehmer/in ist weiterhin im Lehrbetrieb beschäftigt). Die Förderung für die Teilnahme an den Euro- und World Skills wird nicht unterstützt.
  5. Die finanzielle Unterstützung darf den tatsächlichen Aufwand nicht überschreiten. Die Aufwände (finanzielle wie auch personell) müssen im Antrag wahrheitsgetreu aufgeführt werden.
  6. Während der gesamten Lehrzeit gibt es pro Lernende/r eine einmalige Unterstützung. Werden regelmässig Lernende mit der gleichen Fördermassnahme gefördert, kann vom gleichen Betrieb für das gleiche Projekt für unterschiedliche Lernende mehrmals ein Antrag eingereicht werden.
  7. Noch nicht unterstützte Fördermassnahmen / neue Förderinitiativen werden prioritär behandelt. Unbestrittene Fördermassnahmen, welche bereits in den Jahren 2016-2019 vom Berufsbildungsfonds unterstützt wurden, haben zweite Priorität. Damit sollen noch nicht unterstützte Förderprojekte und Berufsfelder und neue Initiativen gestärkt werden.

a. Fördermassnahmen Prio 1: zwei Fristen pro Jahr; Entscheid innerhalb von acht Wochen nach Frist.

b. Fördermassnahmen Prio 2: zwei Fristen pro Jahr; Behandlung der Gesuche einmal pro Jahr (Ende Jahr) im Rahmen des noch verfügbaren Kostendachs. Der Entscheid wird innerhalb von acht Wochen nach der zweiten Frist mitgeteilt.

Auflagen

  1. Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich darf bei den geförderten Lernenden eine Befragung zur Fördermassnahme durchführen.
  2. Der Betrieb / Verband und die beteiligten Lernenden willigen zur Veröffentlichung der Fördermassnahme ein (z.B. als Good Practice Beispiel unter der Rubrik „Talent Practices“ oder „Talent Story“).
  3. Die Kostengutsprache wird erst nach Abschluss der Fördermassnahme überwiesen. Wird ein Gesuch für eine geplante Fördermassnahme gestellt, die zum Zeitpunkt der Gesuchseingabe noch nicht durchgeführt wurde und nach Zusage abgesagt wird, ist der Betrieb / Verband verpflichtet, das Mittelschul- und Berufsbildungsamt zu informieren und das Gesuch zurückzuziehen.

Beispiel: an der Frist vom Mai 2021 wird ein Gesuch für ein geplantes und bereits organisiertes Berufspraktikum im Ausland im Juni 2021 gestellt. Das Gesuch wird gutgeheissen. Kurz vor Abreise bricht sich die beteiligte Lernende das Bein und muss das Berufspraktikum absagen. In diesem Fall ist der Betrieb verpflichtet, das Mittelschul- und Berufsbildungsamt über die Annullation der Fördermassnahme zu informieren. Die Kostengutsprache entfällt.

Antrag stellen an den Berufsbildungsfonds

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